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Was ist Trauer?
Trauer ist die Reaktion auf einen erlittenen Verlust und eines der intensivsten und schmerzhaftesten Gefühle. Sie bringt Menschen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Die Intensität der Trauer ist abhängig von der Art und den Umständen des Verlustes, der Beziehung zu dem Verstorbenen und der emotionalen Verfassung des Hinterbliebenen.

Welche Funktion hat Trauer?
Trauer dient der Bewältigung eines seelischen Schmerzes, erlitten durch den Tod eines nahestehenden Menschen, aber auch eines Tieres oder Trennungen anderer Art.

Wie lange dauert Trauer?
Die Dauer der Trauer ist individuell. Man spricht zwar von einem Trauerjahr, in dem jeder Tag des Jahres und jedes Ereignis wie Weihnachten oder Geburtstage einmal ohne den Verstorbenen durchlaufen wird, aber das bedeutet nicht, dass deine Trauer mit dem 1. Todestag abgeschlossen sein muss.

Muss ich meine Trauer überwinden?
Trauer verändert sich und sollte am Ende des Trauerprozesses nicht mehr so viel Raum im Leben einnehmen wie am Anfang. Du solltest dann selbst entscheiden können, ob und wann du traurig sein willst und dich nicht mehr von der Trauer überwältigen lassen. Ganz verschwinden wird die Trauer um eine enge Bezugsperson nie, so wie wir den Verstorbenen nie ganz vergessen werden.

Wie trauere ich richtig?
Es gibt kein richtig oder falsch in der Trauer. Sie ist vielfältig und individuell wie deine Persönlichkeit. „Richtig“ für dich ist, was dir persönlich gut tut.

Muss ich weinen um zu tauern?
Weinen ist eine Möglichkeit, seinen Schmerz zum Ausdruck zu bringen. Wenn du nicht weinen kannst, findest du vielleicht eine andere Möglichkeit, deiner Trauer Raum zu geben.

Äussert sich Trauer auch körperlich?
Trauer kann körperliche Reaktionen hervorrufen und kann sich unter anderem durch Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen äußern. Dein Körper wendet sehr viel Energie auf um zu trauern, darauf solltest du Rücksicht nehmen.

Sind Phantom-Schmerzen normal?
Wer einen Verstorbenen zum Beispiel an Krebs oder durch einen Herzinfarkt verloren hat, kann an der gleichen Stelle wie der Verstorbene Schmerzen verspüren. Wir beschäftigen uns viel mit dem Verstorbenen und seinem Tod und leiden quasi mit.

Können Tabletten Trauer lindern?
Medikamente sollten nur kurzfristig eingesetzt werden zum Beispiel bei Schlafstörungen. Sonst können sie die Trauer dämpfen und den Trauerprozess aufhalten, der dann nicht zum Abschluss gebracht werden kann.

Wann macht Trauer krank?
Wenn du selbst deine Trauer als quälend oder nicht endend empfindest. Dich vollkommen vernachlässigst, den ernsten Wunsch hast, selbst zu sterben oder konkrete Suizidgedanken hast. Dann solltest du deinen Hausarzt aufsuchen und dir helfen lassen.

Kann ich meine Trauer umgehen?
Eine Form von Trauer kann es sein, diese durch Ablenkung und Aktivität zu verdrängen. Das kann kurzfristig die Trauer lindern, in dem die Gedanken nicht ständig um den Verlust kreisen. Langfristig jedoch schadet ein nicht durchlaufener Trauerprozess deinem seelischen Gleichgewicht.

Wie kann ich meine Trauer lindern?
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten die eigene Trauer zu erleichtern. Gespräche helfen den Verlust zu verarbeiten. Trauerrituale wie das Anzünden von Kerzen, einen Brief an den Verstorbenen schreiben, ein Trauer-Tagebuch führen oder Besuche auf dem Friedhof können helfen, den Verlust zu akzeptieren.

Was sind Trauerphasen?
Es gibt verschiedene Modelle zu den Phasen der Trauer zum Beispiel von V. Kast, der die Trauer in vier Phasen gliedert: „Nicht-Wahrhaben-Wollen“, „Aufbrechende Emotionen“, „Suchen und Trennen“ und „Neuer Selbst-Weltbezug“.
Da der Trauerprozess individuell verläuft, werden die Phasen in keiner bestimmten Reihenfolge durchlaufen. Manche Phasen werden kaum oder gar nicht durchlaufen, andere wiederholt. Sie dienen als Hilfestellung zur Erklärung der Trauer.