Sarahs Geschichte

Mein geliebter Vater (38) hatte eine leider nicht heilbare Lungen-Krankheit (Alpha1 Anti-Trypsinmangel) und ist vorletztes
Jahr am 21.10.2007 verstorben. Vor seiner krankheit wussten wird seid zirka 5 jahren und machte sich auch immer bemerkbarer!
Vor 5 jahren haben wir sie noch nicht einmal bemerkt und nun hat mich mein geliebter vater verlassen. Durch die Erkrankung
hatte er auch kein richtiges Leben mehr! Könnte nicht mal mehr 5 meter laufen ohne ausser atem zu sein, musste viele
medikamente nehmen und war zum schluss auch an ein (tragbares) sauerstoffgerät angeschlossen, aber auch daran gewöhnte
sich sein körper... am anfang dachten wir das der sauerstoff ihn uns noch lange erhalten wird, doch schon nach zwei wochen,
hatte er auch so keine ausdauer, und konnte nicht mehr viel laufen, er kam nicht mal ohne hilfe in seine wohnung, da die im
ersten stock war.

-->Ich kann es heute immer noch nicht realisieren! <--

21.10.2007 als das telefon klingelte bin ich ran gegangen. Der mann sagte "eckernförder notdienst". er hat nichts mehr weiter sagen
können, ich gab sofort meiner mutter das telefon und dachte mir was passiert ist.
(meiner mom, meine Geschwister und ich leben in kiel und meiner dad lebte in eckernförde)
Sie fing schrecklich zu weinen an und auch ich konnte nicht anders.
als der mann genau sagte was los ist, weinte und schrie sie richtig laut! Ich höre es immer noch oft und muss dann wieder
weinen. da mir niemand sagte was los ist und ich es ja nur ahnte fragte ich immer wieder "mama was ist los????"
sie legte das telefon zur seite und sagte "Papa ist..." ich habe so sehr geweint , im ersten moment habe ich ganz laut
geschriehen "NEEEEEEEEIN". bestimmt 5, 6 mal.danach sind wir (meine mom, mein freund und ich) nach eckernförde
gefahren. mein kleiner bruder (16) hatte bei meinem Vater geschlafen und alles mit bekommen, er rief den krankenwagen.
als wir da waren, wurde mein vater schon abgeholt.
ich dachte das ich ihn NIE wieder sehen konnte, denn er war tod und nicht mehr da. wir dürften ihn noch einmal in einer
halle verabschieden. da ich im 4. monat schwanger war, wollte meine mutter das eigentlich nicht, denn ich war schon
einmal in der wohnung zusammen gebrochen, sie dachte es wäre alles zu viel! naja, war es eigentlich auch, aber ich musste
ihn noch ein mal, ein letztes mal sehen und mich verabschieden!!
als ich ihn gesehen habe, war es als würde er nur schlafen, ich habe fürchterlich geweint und zu ihm gesagt
"lass mich nicht alleine, nimm mich in den arm" ich wollte da nicht wieder raus, ich wollte bei ihm bleiden!
als wir dann raus mussten, sagte ich noch ein letztes mal zu ihm "ICH LIEBE DICH DADDY"
*Daddy ich liebe dich!!! du wirst IMMER in meinem HERZEN weiterleben!!!*
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Mitler Weile komme ich damit einigermaßen zurecht.
Aber wenn ich richtig darüber nachdenke, habe ich das Gefühl, den
Boden unter den füßen zu verlieren!
Sein Grab könnte ich erst nach einem dreiviertel jahr wieder besuchen.
nun gehe ich regelmäßig hin und habe vorher das gefühl, als würde ich ihn
in seiner wohnung besuchen. Aber richtig verstanden und verarbeitet habe ich es noch lange nicht! :'(

Grüße an alle gleichgesinnten
Sarah

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