Andreas Geschichte

Hey, Leute! Ich bin durch Zufall zu euch gestoßen, und möchte erstmal meine Geschichte erzählen.



Also ich bin Andreas, 19 Jahre alt, Maschinenbau-Azubi (fast abgeschlossen), Meine Mutter verstarb als ich 5 Jahre alt war, und lebe in einem beschaulichen Örtchen in Baden-Württemberg. Meine Kindheit war am Anfang eigentlich relativ Normal. Ich hatte Vater und Mutter, war immer gut drauf, so wie Kinder nun mal sind. Aber die Nacht vom 25. auf den 26. Februar 2000 hat mein Leben völlig verändert.

Ihr müsst euch vorstellen ich komme aus einer sehr exotischen Familie. Mein Vater ist ein Deutscher (Schwabe) und meine leibliche Mutter war Philippinerin. Sie war studierte Ärztin und hatte Kenntnisse in Hochschul- und traditionelle Medizin. Als auch in Virologie. Sie arbeitete für eine Organisation zur Katastrophenhilfe in Krisenregionen, auf der Welt. meine Mutter wollte aber weniger reisen und mehr für ihre neu gegründete Familie da sein, also kam sie mit meinem Vater nach Deutschland. Nach meiner Geburt in Deutschland erließ mein Vater ein haus errichten, (indem ich heute lebe), somit schien das Familienglück eigentlich nichts mehr im Wege zu stehen. aber im laufe der zeit (so erzählten mir Verwandte) machte meine Mutter eine Fundamentale Entwicklung durch. Also von Haus aus sind Philippiner generell streng gläubige Christen, Meine Mutter schrieb viele Religiöse Dichtungen, Machte Fotos vom Himmel, verzierte Christus-Statuen, redete mit ihren Freundinnen über Gott. Wahrscheinlich kam das auch durch ihre Arbeit als Ärztin. aber es wurde immer mehr, sie steigerte sich echt sehr in die Religion hinein. Und dann in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 2000 gipfelte es aufs äußerste. Naja… also ich, mein Vater und Mutter schliefen gemeinsam. irgendwann ging das Licht im Schlafzimmer an. Meine Mutter klagte über Schmerzen in der Herzgegend. Mein Vater wollte den Notarzt holen, aber meine Mutter verneinte es. Aber die schmerzen wurden immer schlimmer und mein Vater sah sich gezwungen die Notärzte doch zu holen. auf einmal ging alles so schnell. Als die Notärzte eintrafen konnte sie sich vor schmerzen kaum noch bewegen. schließlich fiel sie einfach so ins Koma. die 2 Notärzte signalisierten dass es geringe Überlebenschancen gibt, da ihr Kreislauf immer schwächer wurde. als Hilfe hoben mein Vater und der Arzt meine Mutter und drehten sie um die eigene Achse, damit der Kreislauf ein bisschen in Schwung kommt, aber indem Moment traf wohl Gott die Entscheidung sie zu sich zu holen. Meine Mutter reichte mir noch kurz vorher die Hand , ich sagte noch ,”Mami, Mami”! , Ihre Augen fielen nach hinten und es war zu Ende!!! Mein Vater, meine Tante (kam später dazu) und sogar die Notärzte fingen an zu weinen. Ich dagegen war stumm. in der gleichen Nacht wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert. da sich später herausstellte dass sie einen Virus hatte der Lungenentzündung auslöst und dabei auch angesteckt wurde ging es erstmal zur Intensivstation. 3 Wochen blieb ich dort und mich kamen viele Leute besuchen alle Erzieherinnen des Kindergartens, Freunde, Verwandte, bekannte….! ich lernte dort einen Leidensgenossen kennen, der später aber verstarb, ich aber überlebte meine Krankheit. sein Grab liegt nur ein paar Meter neben meiner Mutter ihrer. Ironie des Schicksals, oder?

Die Folgen dieser Nacht haben mich natürlich geprägt!! ich war praktisch immer traurig. Im Kindergarten heulte ich die ganze Zeit. Auch später in der Grundschule war ich nicht gut. Die Grundschule liegt direkt neben dem Friedhof, also kein Guter Ort für mich. im Musikunterricht kann man Bestattungen live Mitverfolgen, da der Friedhof unmittelbar daneben ist. auf der weiterführenden Schule war ich deutlich besser. ich bin 3 mal an der Realschule vorbeigeschrammt. später kam ich aber dann doch rein. in der Zwischenzeit hatte ich natürlich viele Fragen die einfach nicht beantwortet werden konnten. Also kam ich zum Glauben. Aber da die Jugendzeit eine sehr rebellische Zeit ist, versuchte ich mich dagegen aufzulehnen. Ich kam dann zur linken Szene und verabscheute Religion. Auch die Trauer zu meiner Mutter versuchte ich zu verdrängen. Ich merkte auch dass mich diese Sache sehr ,,einzigartig” macht. Warum gerade mir? wieso nicht bei den anderen? ich brauche sehr lange um Freundschaften zu schließen, ich denke viel über mein Leben nach, ich hab auch Probleme Beziehungen einzugehen, vor allem in meiner jetzigen Zeit. Überall um mich herum gibt es glückliche Pärchen, Freundin hier, Freundin da …..aber in mir gibt es eine Art Blockade die ich nicht nachvollziehen kann. Obwohl ich nun wirklich nicht unbeliebt bin, vor allem durch mein hübsches Aussehen, kann ich keine Beziehungen eingehen. Ich mag auch kleine Kinder nicht. In mir spielen dann diese Szenen aus meiner Kindheit ab, als ob jemand auf dem DVD-Player ,,Repeat” gedrückt hätte. diese Hilflosigkeit kommt irgendwie zurück!

Ich versteh das alles nicht! jetzt kommt das alles wieder hoch. ich Besuch nach dem joggen das Grab meiner Mutter, ich denke manchmal an sie. Ich geh sogar wieder in die Kirche, als ob eine unsichtbare Kraft mich dahinzieht, wobei das viele Gemeindemitglieder freut, da viele meine Geschichte kennen. obwohl ich im Leben stehe fehlt sie mir! Ich bin DJ und Gitarrist versuche mich mit Sport, Musik und versuche mich mit sehr engen Freunden abzulenken ……………………. aber am Ende bist du doch dieses 5 jährige kleine Kind dass nicht weiß was Mutterliebe ist!

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