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sie fehlt mir so sehr

 
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missu



Anmeldedatum: 28.11.2009
Beiträge: 6
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 28.11.2009, 16:34    Titel: sie fehlt mir so sehr Antworten mit Zitat

meine mama ist jetzt fast vier monate tot. alleine diesen satz zu schreiben kostet nerven. ich lese ihn zwar, aber ich begreife ihn nicht. auch ihr grabstein kommt mir vor, als wäre es nur ein traum. ich lese ihren namen darauf, ihr geburtsdatum...also eindeutig meine mama, die da liegen muss, aber realisiert habe ich es nicht. regelmäßig habe ich das gefühl, dass ich kurz davor bin, zu begreifen, was da passiert ist. aber im letzten moment sagt mir eine stimme ganz tief in mir, dass ich nur zum telefon greifen muss, um mit ihr zu reden. ich habe immer noch die bilder vor augen, wie sie ganz zerbrechlich und dünn und vom krebs innerlich zerfressen im wohnzimmer sitzt und strickt oder fernsehen schaut. mein vater daneben, der sie fragt was sie zu abend essen will. sie trägt eins ihrer tücher, damit wir ihre glatze nicht sehen. sie ist so real und ich ertappe mich immer wieder, wie ich im internet nach DEM allheilmittel gegen diesen f...brustkrebs suche, werte statistiken der überlebenschancen aus und weiß im gleichen moment, dass sie nie eine chance hatte. ich habe keine bilder mehr im kopf, wie sie gesund aussah. ich weiß nicht mehr, welche frisur sie zu letzt hatte, dafür muss ich mir fotos anschauen. ich möchte mit ihr reden, sie umarmen und sie bitten bei mir zu sein. mein papa und ich waren dabei, als sie starb. ich habe mir die letzten stunden gewünscht, dass sie es endlich geschafft hat. es waren für sie entwürdigende letzte stunden. das hatte sie nicht verdient. vor fast vier monaten habe ich das letzte mal mit ihr gesprochen. hätte ich da gewusst, dass es das letzte mal ist, hätte ich ihr gesagt, wie sehr ich sie liebe und dass sie die beste mama ist...
_________________
MAMA!
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 15.01.2011, 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

:'-(

was soll ich sagen...es klingt als wäre es von mir...dieses nicht begreifen können...sie immernoch auf dem Sofa sitzen zu sehen...dieselbe krankheit wie bei deiner mum...auch ich war dabei als sie starb.
Es tut mir sehr leid, dafür dass du, ich und so viele andere so etwas erleben...und dass unsere Mamas so etwas erleben mussten.
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nadineundmelina



Anmeldedatum: 11.02.2011
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 12.02.2011, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ihr beiden!!!
Es tut mir wirklich leid was ihr erleben musstet mir gehts zurzeit genauso. Meine mutter letztes jahr anfang 2010 an gebährmutterhalskrebs erkrankt. Es folgte eine op in den der tumor entfernt wurde einen hatte sie noch am kreuzband der mit bestrahlung weg gemacht werden sollte. Sie hatte chemotherapie doch ihre schmerzen wurden immer schlimmer sie hatte kopfschmerzen rückenschmerzen einfach alles. Vor ca einen monat dann war es so schlimm das sie ihren körper nicht mehr unter kontrolle hat nicht mehr reden konnte nix mehr. Ich rief sofort den notarzt der sie in die klinik brachte. Dort folgten mehrere untersuchungen wo die ärzte zu den ergebnis kamen sie hätte metastasen im gehirn die wohl durch den krebs gestreut seien. Es hieß sie bleibt ein pflegefall. Doch es wurde wieder etwas besser sprechen ging wieder viel besser das zappeln am körper war wieder weg. Doch vor einer woche wieder ein rückschlag mein handy klingelte die klinik meiner mutter ihr zustand hatte sich über nacht wieder sehr verschlächtert nicht mehr ansprechbar nix mehr. Wir sollten uns darauf einstellen das es bald soweit währe ein schock mir riss es den boden unter den füssen weg. Ich sofort in die klinik dort angekommen sah ich meine mum im bett liegen mit verleierten augen. Am nächsten tag wieder in die klink da musste alles schnell gehen ich stand alleine da ich durfte über das leben meier mum entscheiden leben oder tod heißt es die chance einen schlauch ins gehirn um den druck vom gehirn abzulassen oder wir lassen sie sterben. Ich lies den eingriff machen und am nächsten tag war sie wieder ansprechbar einigermaßen aber von ihr kam kein wort sie wusste net mal ob sie mich kennt boar wieder ein schlag. Die nächsten tage unverändert ich glaube für meine mum gibt es keine hilfe mehr der schlauch hält sie auch nur ein paar wochen oder so noch am leben ich glaube sie hat schmerzen und will lieber ihren frieden haben das sieht man was hättet ihr gemacht sterben lassen oder den schlauch wo sie aber nie wieder die alte wird nur noch da liegt und weit weg ist würde mich über tips freuen.

lg nadine
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 28.02.2011, 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nadineundmelina,

wie geht es dir/euch/deiner Mutter? Habe ich das richtig verstanden, dass sie noch lebt?
Ich weiß, dass es schwer ist so eine Entscheidung zu fällen. Und ich kann dir sagen, dass wir als Familie damals auch die Entscheidung getroffen haben, dass alles mögliche unternommen werden sollte um meiner Mum zu helfen/am Leben zu lassen und nicht einfach sterben zu lassen und die Geräte abstellen zu lassen. Vor allem auch weil sie mal einen Traum hatte, noch lebend in den Sarg eingeschlossen zu werden und davor sehr angst hatte.
Auch uns haben die Ärzte dann eines Tages gesagt, dass es schlecht aussieht bei meiner Mum und dass wir uns darauf einstellen sollen, dass sie bald sterben wird. Schmerzmittel und Beatmung sollte sie aber weiterhin bekommen, wir wollten die Hoffnung nicht aufgeben. Sie ist dann aber am selben Tag noch gestorben. Wir konnten ihr aber immerhin noch die Hand halten und ihr sagen, dass wir sie lieb haben. Und ich glaube auch, dass sie das noch mitbekommen hat.
Wie alt bist du denn, wieso musst du solche Entscheidungen selbst fällen?
Meine Mum sagte auch mal, sie könne nicht mehr - leben. Sie wolle zwar weiterleben aber nur ohne Schmerzen und mit genügend Luft.
Es ist eine schwierige Entscheidung zu bestimmen was mit einem geliebten Menschen passieren soll. Ich denke, da ist es ganz gut, wenn man sich mit dieser Entscheidung nicht allein belastet und die engste Familie miteinbezieht, wenn das möglich und sinnvoll ist.

Ich hoffe, der Zustand deiner Mutter hast sich gebessert!
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nadineundmelina



Anmeldedatum: 11.02.2011
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 08.03.2011, 22:56    Titel: Sie ist von uns gegangen Antworten mit Zitat

Heute ist der 08.03.2011 und nun ist meine mum friedlich von uns gegangen. Ich erhilt den anruf vorhin mir riss es den boden unter den füssen weg ich bin sofort rein gefahren um sie noch einmal zu sehen dieses bild werde ich nie wieder vergessen sie hatte die augen auf sah aus als würde sie lächeln ich dachte ich hätte mir eingebildet sie würde mich anschauen und sich bewegen aber das war nur unecht. Nun bin ich wieder zuhause meine schwester gerade mal 13 jahre alt ist richtig am boden zerstört sie ist noch so jung und ich werde kämpfen das ich sie zu mir bekomme das habe ich meiner mum versprochen.

Rest in peace mum wy love you
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K-K



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Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 08.03.2011, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nadineundmelina,

wenn du schreibst, deine Mum ist friedlich von euch gegangen, schien sie wohl keine großartigen Schmerzen dabei zu haben, das ist gut!
Wie fühlst du dich jetzt? Die Frage nicht falsch verstehen, ich weiß natürlich, dass ihr komplett entsetzt und fassungslos sein werdet.
Ich wünsch euch viel Kraft für die kommenden Tage, in denen ihr wohl viel regeln müsst (Beerdigung usw). Ich drück euch die Daumen, dass ihr in der schweren Zeit tapfer sein könnt um wenigstens die formalen Dinge zu klären. Danach wird euch eine Auszeit sicher gut tun.
Wie geht es denn eurem Vater dabei?
Es tut mir Leid für euch und eure Mum!
Ich kann das nachvollziehen, wie ihr euch jetzt fühlen werdet. Meine Mum ist morgen vor 4 Monaten gestorben!
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