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Gehirntumor- meine Mutter wird bald sterben
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Mäuschen



Anmeldedatum: 10.08.2008
Beiträge: 8
Wohnort: Schwarzwald

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 22:13    Titel: Gehirntumor- meine Mutter wird bald sterben Antworten mit Zitat

Meine Mutter und wir haben vor einem halben Jahr erfahren, dass sie einen inoperablen Gehirntumor hat. Nach Bestrahlung und Chemo geht es ihr immer schlechter- sie liegt die meiste Zeit im Bett, manchmal erkennt sie mich nicht mal. Zu meinem Vater hatte ich noch nie ein gutes verhältnis. Mit meinem Bruder komme ich momentan auch nicht richtig klar. Wenn es nach ihm geht, sollten wir die Chemo aufhören, obwohl die Ärzte es noch empfohlen haben.
Ich (27) war schon immer ein "MAMAKIND" und kann mir nicht vorstellen, wie das Leben ohne sie wird. Weihnachten, Geburtstage, Muttertage... ohne sie. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Auch quälen mich manchmal Vorwürfe:z.B. bin ich vielleicht Schuld daran, hätte ich es verhindern können wenn ich es früher gemerkt hätte, all die unnötigen kleinen Streitereien haben die das ganze begünstigt...
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schnuffl



Anmeldedatum: 21.05.2008
Beiträge: 147

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

hey Mäuschen
das tut mir leid für dich!
ich muss dir jetzt einfach schreiben...
ich kann es zwar nicht nachvollziehen, aber ich weiß wie es ist jemanden zu verlieren(sonst wär ich nicht hier...)...
un ich hoffe ganz stark für dich, dass du viel kraft findest...un dass du noch lange deine mutter bei dir hast!

aber versuch bitte dir keine vorwürfe zu machen... du kannst bestimmt nix dafür!

ganz liebe grüße
schnuffl
_________________
PAPA du warst der Beste!
I miss you!!! WHY???? will dich zurück haben!!
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Herbert



Anmeldedatum: 23.03.2008
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 11.08.2008, 03:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mäuschen,

Sei bei ihr, einfach bei ihr, so lange und oft wie möglich und laß die Schuldgefühle fallen, sie sind in Deiner Lage natürlich, aber für sie gibt es keinen Grund.

Ich wünsche Dir für den Weg, der vor Dir liegt alle Kraft der Welt, Du wirst sie brauchen.

liebe Grüße

Herbert
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elifanto



Anmeldedatum: 29.07.2007
Beiträge: 140

BeitragVerfasst am: 11.08.2008, 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hey du,
tut mir ganz doll leid, kann mich gut in dich hineinversetzten hab meine Mum letztes Jahr an einem Tumor verloren.
Wie die andren schon gesagt haben sei viel bei ihr rede mit ihr und sag ihr alles was dir auf dem Herzen liegt, ich habs nicht gemacht und bereue es.
Wünsch euch alles alles gute und viel Kraft.
lg
_________________
Du bleibst immer in meinem Herzen
MAMA *1964-2007
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Hedwig



Anmeldedatum: 24.10.2005
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 11.08.2008, 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Auch hallo Mäuschen,
mein Mitgefühl. Das tut mir sehr leid.
Ich kenne nichts Schwereres als jemanden den man liebt in dieser Phase zu begleiten. Beim Lesen traten mir die Tränen in die Augen und der Kloß im Hals war wieder da, ich hatte mich kurz zurückversetzt in die Sterbephase meines Vaters.
Es ist schon alles gesagt worden, heute würde ich mir Hilfe bei einem Hospizdienst suchen, ambulant, sie kommen auch in Krankenzimmer, Hilfe bei einer Palliativstation, meist "besser" ausgebildet in diesen Fällen.
Ich geb Dir mal einen link weiter
http://hospiz-bw.de/adressen/hospizeinrichtungen_bw
Ich wünschte ich hätte davon gewusst, als mein Vater starb.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für Dich und Deine Mutter.

Alles Liebe
Herzlichst Hedwig
_________________
..... so war es schon immer, dass die Liebe ihre eigene Tiefe nicht kennt - bis zur Stunde des Abschieds. (Khalil Gibran)
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Mäuschen



Anmeldedatum: 10.08.2008
Beiträge: 8
Wohnort: Schwarzwald

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 01:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
danke für die Mails. Es ist ein gutes Gefühl verstanden zu werden.
Nun muß ich noch was mir von der Seele schreiben...
Vor 4 Tagen dachte ich es ist nun so weit mit meiner Mutter- sie reagierte nicht mehr- total apathisch.
Ich rief also alle Verwandte an, oder zumindest die, die sich auch mal in der Vergangenheit blicken ließen. Ich brauchte eine Ewigkeit, um meinen Bruder imn Geschäfft zu erreichen, aber auch er kam dann ganz schnell und blieb auch am darauf folgenden Tag zu HAuse. Der Hausarzt meinte, sie liegt nun im Sterben und ich solle mir überlegen ob es schneller gehen soll oder ob wir sie noch ins Krankenhaus bringen sollen, aber dann wird sie vermutlich dort sterben. Wir entschlossen uns sie hier zu lassen. Nun 4 Tage später- sie lebt noch und reagiert wieder auch wenn ihre Antworten immer wirrer werden.
Im Übrigen hatte sie heut vor einem Jahr einen Bandscheibenvorfall von dem sie sich nie richtig erholt hat. Dauernd wurde sie geröntgt. MAnchmal glaube ich das war überhaupt Schuld daran- röntgen ist ja nicht gerade harmlos. Ja, ich weiß ich werde keine Antwort kriegen und die Schuldfrage ist so ne Sache, aber sie ist trotzdem da.
Ich mache mir immer wieder Vorwürfe, dieser Scheiß BAndscheibenvorfall- wir haben gedacht, dass ihre Langsamkeit damit zu tun hat- vielleicht hätten wir sonst eher gemerkt, dass was nicht stimmt und man hätte noch was tun können. In meinem Kopf schwebt der Satz: Mensch, ich hab nicht gut genug auf sie aufgepasst- ich bin mit daran Schuld.
Dann muß ich noch was los werden... Ich wohne in einer kleinen Stadt wo jeder jeden kennt...- ich ertag die Blicke der Leute nicht mehr- kennt ihr das und ist das normal???Oftmals habe ich das Gefühl, andere Blicke ziehen mich aus. Nach dem Motto, da kommt die Tochter der Sterbenskranken. Ja und manchmal reagiere ich sehrt gereizt, wenn mich jemand nach ihr fragt. Die könnten doch auch mal vorbei kommen- hätte nichts dagegen. Ich bin ja sowieso enttäuscht, ober den geringen Besuch. Meine Mutter war ständig irgend jemanden besuchen, hat noch teilweise Lieblingsgerichte für die Kranken gebacken... und nun, es kommt kaum was zurück- das hat sie anfangs, als sie noch sehr klar war und es auch schon viele wußten, auch sehr gekränkt.
Deshalb, habe ich auch schon vor ein paar Wochen Kontakt mit dem Besuchs- und Hospizdienst aufgenommen.
Hat sich jemand von Euch eigentlich psychologische und oder psychotherapeut. Hilfe geholt? Ich habe auch schon von Reha oder psychosomatischen Kliniken gehört. Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen gemacht und/oder kann was empfehlen? Bei uns ist es sehr schwierig professionelle Hilfe zu bekommen, da es Wartezeiten von 9 Monaten gibt. Ich habe nämlich Angst, dass ich es nicht alleine schaffe und manchmal fühle ich mich trotz Freund so alleine...

Da ich in
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Mäuschen



Anmeldedatum: 10.08.2008
Beiträge: 8
Wohnort: Schwarzwald

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 01:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
danke für die Mails. Es ist ein gutes Gefühl verstanden zu werden.
Nun muß ich noch was mir von der Seele schreiben...
Vor 4 Tagen dachte ich, es ist nun so weit mit meiner Mutter- sie reagierte nicht mehr- total apathisch.
Ich rief also alle Verwandte an, oder zumindest die, die sich auch mal in der Vergangenheit blicken ließen. Ich brauchte eine Ewigkeit, um meinen Bruder imn Geschäfft zu erreichen, aber auch er kam dann ganz schnell und blieb auch am darauf folgenden Tag zu Hause. Der Hausarzt meinte, sie liegt nun im Sterben und ich solle mir überlegen ob es schneller gehen soll oder ob wir sie noch ins Krankenhaus bringen sollen, aber dann wird sie vermutlich dort sterben. Wir entschlossen uns sie hier zu lassen. Nun 4 Tage später- sie lebt noch und reagiert wieder auch wenn ihre Antworten immer wirrer werden.
Im Übrigen hatte sie heut vor einem Jahr einen Bandscheibenvorfall von dem sie sich nie richtig erholt hat. Dauernd wurde sie geröntgt. MAnchmal glaube ich das war überhaupt Schuld daran- röntgen ist ja nicht gerade harmlos. Ja, ich weiß ich werde keine Antwort kriegen und die Schuldfrage ist so ne Sache, aber sie ist trotzdem da.
Ich mache mir immer wieder Vorwürfe, dieser Scheiß BAndscheibenvorfall- wir haben gedacht, dass ihre Langsamkeit damit zu tun hat- vielleicht hätten wir sonst eher gemerkt, dass was nicht stimmt und man hätte noch was tun können. In meinem Kopf schwebt der Satz: Mensch, ich hab nicht gut genug auf sie aufgepasst- ich bin mit daran Schuld.
Dann muß ich noch was los werden... Ich wohne in einer kleinen Stadt wo jeder jeden kennt...- ich ertag die Blicke der Leute nicht mehr- kennt ihr das und ist das normal???Oftmals habe ich das Gefühl, andere Blicke ziehen mich aus. Nach dem Motto, da kommt die Tochter der Sterbenskranken. Ja und manchmal reagiere ich sehrt gereizt, wenn mich jemand nach ihr fragt. Die könnten doch auch mal vorbei kommen- hätte nichts dagegen. Ich bin ja sowieso enttäuscht, ober den geringen Besuch. Meine Mutter war ständig irgend jemanden besuchen, hat noch teilweise Lieblingsgerichte für die Kranken gebacken... und nun, es kommt kaum was zurück- das hat sie anfangs, als sie noch sehr klar war und es auch schon viele wußten, auch sehr gekränkt.
Deshalb, habe ich auch schon vor ein paar Wochen Kontakt mit dem Besuchs- und Hospizdienst aufgenommen.
Hat sich jemand von Euch eigentlich psychologische und oder psychotherapeut. Hilfe geholt? Ich habe auch schon von Reha oder psychosomatischen Kliniken gehört. Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen gemacht und/oder kann was empfehlen? Bei uns ist es sehr schwierig professionelle Hilfe zu bekommen, da es Wartezeiten von 9 Monaten gibt. Ich habe nämlich Angst, dass ich es nicht alleine schaffe und manchmal fühle ich mich trotz Freund so alleine...
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Hedwig



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Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mäuschen,
erstmal, meine Hochachtung, dass Deine Mama noch zuhause ist. Das ist wirklich sehr viel. Wenn Du bereits den Hospizdienst bei Dir hast, gibt es denn nicht eine Palliativstation oder ein Hospiz in der Nähe, falls Ihr die Kraft nicht mehr findet, ich würde heute meinen sterbenden Vater niemals mehr in eine Krankenhaus bringen. Das ist eine andere Priorität, dass Personal ist häufig noch viel zu wenig für Sterbende eingerichtet, und überfordert, geschweigedenn, mit der Einstellung der Schmerzmedikamente, im Sterben auf eine Intensivstation, die Lautstärke, das Piepen der Monitoren, das grelle Licht, das gestresste Personal, dass routinemässig
arbeitet und professionelle Distanz bis manchmal zur Grenze der Grausamkeit zeigt. Horror!!!
Ich hoffe ganz fest für Dich und Deine Mutter und Deine Familie, dass Ihr einen Weg findet, der nicht noch schwerer wird, als er ohnehin schon ist.

Das mit den Besuchen für Deine Mutter ist sehr, sehr traurig, aber leider häufig. Sage doch einmal, wenn jemand fragt nach Deiner Mutter, warum sie denn nicht einfach mal vorbeikommen, natürlich nur, wenn Deine Mutter so lange sie noch ansprechbar ist, es wünscht. Mein Vater wollte niemanden sehen.

Danach, d.h. nach dem Tod meines Vaters hatte ich nach einem halben bis dreiviertel Jahr eine professionelle Trauerbegleiterin gefunden, die gut für mich war. Hier im Forum ist jeden Mittwoch auch jemand da, vielleicht kann sie Dir noch Hilfen nennen.
Ich halte viele von professioneller Hilfe, aber es muss jemand sein der wirklich versteht, was passiert ist. Das heisst mit Trauer umgehen kann - und das können nicht soviele. Aber es gibt sie.

Erstmals weiterhin ganz viel Kraft, kennst Du Bachblüten? Vielleicht auch für Deine Mutter?

Alles Liebe
Hedwig
_________________
..... so war es schon immer, dass die Liebe ihre eigene Tiefe nicht kennt - bis zur Stunde des Abschieds. (Khalil Gibran)
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Mäuschen



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Beiträge: 8
Wohnort: Schwarzwald

BeitragVerfasst am: 18.08.2008, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Hedwig!
Ein Hospiz gäbe es zwar in der Nähe. Aber vorstellen kann ich es mir nicht. Ich bin ja zur Zeit immer zu Hause und ich habe mir pflegerisch so einiges angelernt- mein Bruder kommt aus der Pflege. Infusionen. etc. braucht sie keine- noch keine?! Schmerzen hat sie auch keine- zum Glück!!! Der Gedanke, dass fremde Menschen meine Aufgaben dann erledigen schreckt mich ab. Unser Weg wird dies nicht sein. Grundätzlich finde ich es eine gute Sache, aber ich glaube meine Mutter hätte dies nicht gewollt.
Wer hat dich eigentlich aufgefangen? HAttest du HAlt? Bei mir gäbe es einen tollen Psychiatr. Psychotherapeuten. Da bekam ich auch 9 Stunden-bzw. 4 Doppelstunden, da war alles noch nicht soooo schlimm. Aber nun müßte ich auf ein Gutachten warten und auf einen Platz und das geht min. 9 Monate. Scheiß Niederlassungssperre...
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Hedwig



Anmeldedatum: 24.10.2005
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 19.08.2008, 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Mäuschen,
wunderbarst, wenn DU, Ihr das schafft!
Ein Hospiz, so wäre es zumindest hier bei mir, übernimmt die Pflege, und hier bei uns kann man sogar im Zimmer mit übernachten. Es gibt Freiheit für die absolut notwendige Zuwendung und gibt Zeit für die kostbarste verbleibende Zeit hier und Kraft für Deine Mutter.
Es ist aber kein muss, wenn Du das mit dem ambulanten Hospizdienst schaffst, einfach nur wunderbar.
Ich kann gut nachvollziehen, dass fremde Hände nicht Deine Mutter berühren sollen, wir haben unseren Papa auch im Krankenhaus gewaschen und rasiert. Der Personalschlüssel im Krankenhaus und auch in Pflegeheimen ist derartig eng, dass dies schon nicht mehr zu verantworten ist.( Im Hospiz nicht!!! Hat eine andere Erlaubnis mehr Personal zu führen.) Schlimm, ganz schlimm, wenn man hier nicht durch nahestehende Menschen unterstützt wird.
Wie gut, dass es bei Euch anders ist.
Ich schliesse mich hier der Meinung von Frau Dr. Kübler-Ross an, sterben soll man zuhause oder zumindest da wo Liebe herrscht.

Aufgefangen, keine Ahnung. Mein Mann war da und hat mitgetrauert, ausserdem war keine Zeit, in diesem besagten Jahr starben mein Vater, dann meine Großmutter und dann die Schwiegermutter. Man kann durch organisieren müssen, ziemlich viel wegdrängen und erst nachdem alle gestorben waren, war ich dann nachdem alles "erledigt war" so fertig,
dass ich einen Trauertherapeuten aufsuchte.
Diese Dame war Trauertherapeutin, also keine übliche Psychotherapeutin,
für mich war das kein Weg, denn allein die Frage "wie alt war denn Vater,
Großmutter, Schwiegermutter oder "wie lange ist das her", zeigte mir, dass hier ein Mensch zugange war, der Trauerreaktion überhaupt nicht verstand.
Meine Trauertherapeutin habe ich durch "Zufall" endeckt, irgendein Flyer im Bioladen, selbsterfahrenes Leid. Ausserdem war sie offen für individuelle Gefühle, also nicht "ein" Trauerweg am besten noch in Stufen
lt. Schema "f" an Trauerreaktionen ist richtig, sondern der Mensch der vor Ihr steht.
Ich habe das auch privat bezahlt, denn ich war nicht krank, sondern ich trauerte, dass war mir ganz wichtig. Ich werde leicht wütend, wenn Trauerraktionen häufig als Krankheit dargestellt werden, dabei ist unsere Gesellschaft krank, weil sie Sterben ausschließt und "Trauernden" nur ein bestimmtes Zeit- und Schmerzkontigent vorschreibt und dann wunderbarste medizinische Namen dafür findet. "Posttraumatisches Belastungssydrom!!!! Ein Arzt hat nach 3 Monaten bei einer Vorsorgeuntersuchung meinerseits, nachden üblichen Fragen, Darmkrebs in der Familie? Mir bei dieser Frage die Tränen kamen und ich erklärte dass mein Vater vor drei Monaten daran starb, tatsächlich in den
Bericht geschrieben, verlängerte !!!!!! Trauerreaktion mit Depressionsneigung!!!!!!!!
Halloo!!!!!!!!!! Nein, tut mir leid, eine ärztliche Ausbildung ist kein Garant für wirkliches Einfühlen können und helfen. Es gibt ein altes Sprichwort, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht, hier eindeutig zuviel studiert, am Leben und Sterben vorbei.

Deshalb verzeih, bin ich nicht der richtige Ansprechpartner auch für fachlich ausgebildete Psychotherapeuten oder Psychologen. Ich habe leider erhebliche Zweifel an deren fachlicher Kompetenz bei Trauernden.

Aber wenn Du Dich bei diesem Therapeuten wohl fühlst, dann ist das der richtige für Dich. Eigentlich, meine Meinung nach, sollte er es aber schaffen, für diese Notsituation und leider danach auch einen Notplatz zu haben, den gibt es immer, habe ich einmal gehört. Deshalb bitte ihn nocheinmal darum, dass er Dich jetzt unterstützt, Du brauchst jetzt Hilfe und das sollte ihm wichtig sein!!!
Ansonsten gibt bei uns von den Hospizeinrichtungen auch Trauergruppen und sicherlich auch Adressen, die in der Nähe sind.

Okay, das war viel, und Du brauchst die Zeit für Deine Mutter.

Ganz viele Kraft, ich denke an Euch.

Alles Liebe Hedwig
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Lilli-Marlen



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Beiträge: 22
Wohnort: Nordrheinwestfalen

BeitragVerfasst am: 22.08.2008, 11:13    Titel: ... Antworten mit Zitat

Wenn du jemanden zum Reden brauchst, meld dich bei mir.Ich hab das sehr ähnlich durchgemacht.
Ich drück dich, auch wenn ich dich nicht kenne und ich denke an dich!
L.
_________________
Lilli-Marlen
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Engel24



Anmeldedatum: 22.04.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 23.08.2008, 23:36    Titel: Kraft Antworten mit Zitat

Hallo,
ich möchte dir viel Kraft auf eueren gemeinsamen Weg geben.
Ich finde es mutig von dir, dich mit so viel Liebe um deine Mama zu kümmern.
Habe meine Mama vor 5 Monaten verloren, und kann dich gut verstehen.
Ich wünsche dir viel Kraft und deiner Mama keine Schmerzen.
Bin für dich da. Viele Grüße
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Mäuschen



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Beiträge: 8
Wohnort: Schwarzwald

BeitragVerfasst am: 22.05.2009, 23:20    Titel: Meine Mama ist vor 2 Monaten gestorben- sie fehlt mir so Antworten mit Zitat

In den letzten Monaten vor ihrem Tod habe ich mich 5 Mal von ihr verabschiedet, da es ein paar Mal danach aussah. Dennoch war der Moment als ihre Atmung aufhörte sehr hart. Ich dachte, dass ist jetzt nicht real was passiert.

Ich gehe jeden Tag auf den Friedhof und da steht wirklich ihr Name auf dem Holzkreuz.
Ich wache morgens auf und der erste Gedanke, sie fehlt.
Sie wird nie ihre evtl. Enkelkinder kennenlernen können, sie wird mir keine Tipps geben können, mich beruhigen.... Ich würde sie gerne noch so vieles fragen.

So langsam muß mein Alltag wieder beginnen, da ich wieder in 2 Wochen arbeiten gehen muss. Meinen Beruf habe ich früher sehr gerne gemacht. Aber nun habe ich Angst vor dem Neubeginn- schließlich war ich 11 Monate weg.
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Mäuschen



Anmeldedatum: 10.08.2008
Beiträge: 8
Wohnort: Schwarzwald

BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 14:25    Titel: Der Alltag hat mich wieder Antworten mit Zitat

Hallo Ihr!
Ich war schon lange nicht mehr hier.
Mir geht es deutlich besser. Der Schmerz wird tatsächlich weniger, auch wenn mich alles auch nach fast 2 Jahren, manchmal auch sehr überraschend, wieder einholt.
Wichtig war es gute Freunde zu haben. Mein Bruder und ich verstehen uns wieder gut, auch das ist erleichternd.
Aber meine Mutter wird mir immer fehlen!


Liebe Grüße und vielen Dank für die netten Mails.
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nadineundmelina



Anmeldedatum: 11.02.2011
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 11.02.2011, 19:53    Titel: Meine Mum liegt auch im Sterben Antworten mit Zitat

Hallo an alle den es genauso geht wie mir!
Bei meiner mum wurde anfang 2010 Gebährmutterhals Krebs festgestellt das war für uns alleine ein großer schock. Sie wurde operiert und nun folgten chemos dann vor einen monat ging aufeinmal alles schnell ihr ging es immer schlechter sie konnte dann nicht mehr reden nicht mehr laufen zappelte am ganzen körper garnichts ging mehr ich habe sie sofort ins krankenhaus einliefern lassen, dort stellten sie fest das durch ihren krebs die metastasen ins gehirn sich ausgebreitet haben. Es hieß sie bleibt ein pflegefall. Ihr zusatnd verbesserte sich wieder sie hat ihren körper wieder unter kontrolle konnte wieder besser sprechen. Doch dann vor ca einer woche wieder ein rückschlag ich bekamm einen anruf aus der onkologie in der klinik das ihr zustand sich über nacht drastich verschlächtert hätte und wir uns schon drauf einrichten sollten das es jetzt bald vorbei seinen wird mir riss es den boden unter den füßen weg. Sofort in die klink dort angekommen war meine mutter komplett weg getreten. Am nächsten tag fuhr ich wieder rein und da musste alles schnell gehen ich musste alleine entscheiden über das leben meiner mutter ich stand alleine da hatt keinen der mich dabei unterstützen konnte. Es hieß entweder lassen wir sie gehen dann währe sie am nächsten tag schon nicht mehr unter uns oder wir setzen ihr einen schlauch ins gehirn um den druck abzulassen da ihr gehirn komplett angeschwollen war. Ich entschied mich dafür aber das risiko ist halt das sie nie wieder die alte mama sein wird die wir kennen. Boar das traf mich richtig sie haben den eingriff gewagt und sie lag eine nacht auf der Its am nächsten tag ging es besser. Aber nun ist sie zwar wieder ansprechbar aber sie scheint mich nicht zu erkennen ich habe angst das dass so bleiben wird ich will sie wieder zurück. Oder hätte ich sie vieleicht doch gehen lassen sollen was sagt ihr dazu.

Lg nadine und melle
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