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Mutti ist ohne jede Vorahnung verstorben!

 
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Pepe



Anmeldedatum: 18.08.2012
Beiträge: 2
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 18.08.2012, 11:31    Titel: Mutti ist ohne jede Vorahnung verstorben! Antworten mit Zitat

Hi...

meine Mutti ist diese Woche am Dienstagmorgen verstorben. Ich saß grad in der Berufsschule als plötzlich meine beiden Onkel im Türrahmen standen und mich nach draußen bitteten. Sie sagten mir das meine Mutter an einen Herzinfakt verstorben ist. Sie war mit einen Freund auf dem Campingplatz, also quasi im Urlaub. Bevor das ganze passiert ist soll sie wohl schon mal Schmerzen in der Brust gehabt haben im Urlaub, der Freund wollte eigentlich mit ihr zum Arzt deswegen aber Mutti wollte nicht. Und Dienstagmorgen ist er im Wohnwagen durch Sie wach geworden, das letzte das Sie sagte war wohl: "Es geht wieder los" und dann soll sie eingeschlafen sein. Er hatte den Notarzt gerufen, die Anweisungen ausgeführt eh der Notarzt eintraf. Der hat wohl auch noch versucht sie wiederzubeleben aber vergebens. Und nun sitz ich hier vor dem PC und weiß nicht wohin mit mir. Meine Mutti ist gerade mal 46 gewesen, kein Alter um sich zu verabschieden. Ich wohne noch bei ihr, bin 22 Jahre und in der Ausbildung. Im Moment hab ich den Arsch voll Arbeit. Versicherungen, Ämter und soweiter abklappern. Lenkt ab irgendwie.

Gestern habe ich mich noch einmal von ihr persönlich verabschiedet. Hatte so eine Angst vor ihrem Anblick. Habe puren Zucker gegessen und viel getrunken um nich abzuklappen. Als die Mitarbeiterin des Bestattungsinstitut dann die Tür öffnete, sah ich sie als erste und lief wie ferngesteuert sofort zu ihr. Dann lag sie da, schlafend, in ihrem Kleid das sie als Trauzeugin im Oktober zu der Hochzeit ihrer besten Freundin tragen wollte. Ich war dann dreimal allein bei ihr im Raum, zweimal mit geschlossener Tür. Habe geweint und mit ihr geredet. War irgendwie schön Sie noch mal zu sehen, ein letztes Mal...
Ich habe mir eine Haarsträhne von ihr gewünscht, die sie mir in einen Briefumschlag gestern überreichten.
In fast zwei Wochen ist die Beisetzung, hab jetzt schon Bammel davor.

Doch mehr Angst habe ich vor dem Leben das jetzt ohne Sie ansteht. Teilweise komm ich mir vor wie ein kleiner verlassener Junge der das nie überstehen wird. Weine und sage mir das es ohne Mutti doch nicht geht.

Ja, wollte das erstmal irgendwie loswerden...

Gruß
Philipp
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ecatharina



Anmeldedatum: 01.04.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 19.08.2012, 09:17    Titel: Lieber Philipp, Antworten mit Zitat

als erstes möchte ich Dir mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen. Das ist alles ja noch ganz ganz frisch. Es ist schön, dass du den Weg hierher in dieses Forum gefunden hast, es hat mir vor 6 1/2 Jahren, als mein Papa starb, auch sehr geholfen.
Denn manchmal ist es einfach leichter mit jemanden zu "reden", der nicht unmittelbar betroffen ist.

Wie alt war den Deine Mama?

Bist du denn jetzt ganz alleine, oder hast du liebe Menschen, die sich um dich kümmern, vielleicht Geschwister oder Verwandte?

Ich finde es schön, dass du dich noch ganz alleine von Deiner Mama verabschieden konntest. Ich habe das auch gemacht, habe bestimmt eine Stunde lang mit meinem Papa geredet, ihn gestreichelt, ich war dabei ganz alleine mit ihm.
Diese Zeit bewahre ich fest in meinem Herzen, wie einen kostbaren Schatz.

Gerade wenn jemand so unerwartet stirbt hat man vielleicht das Gefühl, dass vieles noch unausgesprochen ist, dass man so vieles noch gemeinsam erleben wollte, ja und dann ist plötzlich alles anders und man bleibt fassungslos und alleine in seinem Schmerz zurück.

Aber sei dir versichert, du bist nicht alleine, auch hier sind Menschen, die mit dir fühlen.

Ich nehm dich mal in den Arm (wenn ich darf)

Liebe Grüße, Ecatharina
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Pepe



Anmeldedatum: 18.08.2012
Beiträge: 2
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 19.08.2012, 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deine mitfühlenden Worte!

Meine Mutter war 46 und es gab nicht die geringsten Anzeichen das so etwas passieren könnte...

Allein bin ich nicht, bin von guten Freunden, einer unterstützenden Familie und meiner Freundin umgeben. Konnte heut am See etwas durchatmen...

Ja dieser persönliche Abschied war in irgendeiner Art und Weise schön, schön sie noch mal zu sehen. Ich habe mir eine Haarsträhne geben lassen, sie wurde mir in einem Briefumschlaf gereicht. Es ist das wertvollste was mir bleibt...zumindestens von ihrem physischen Wesen.

Mache mir Gedanken über den Alltag der folgen wird, geh ich schon wieder arbeiten!? Ertrage ich die Leute!? Werd morgen erstmal mit meinem Chef reden, hab auch noch eine Menge zu erledigen Versicherungen, Wohnungssuche und etc.. Mal sehen...

Gruß
Philipp
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 21.08.2012, 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Philipp,

mein Beileid an dich!!
Meine Mutter ist auch vor knapp 2 Jahren gestorben. Damals war ich 23.
Es ist wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. In der Zwischenzeit ist noch mehr schlimmes bei mir passiert. Wieder ein überraschender Todesfall in der Familie (mein Bruder).
Ich kann dich verstehen, wie es dir geht.
Hast du einen Vater, der sich um dich kümmern kann?
Wirklich sehr schade, dass man deiner Mutter nicht mehr helfen konnte.
Musst du die ganzen Versicherungs-Sachen ganz alleine machen? Kann dir da niemand helfen?
Ich hab mich auch persönlich bei meiner Mutter nochmal verabschiedet, nachdem sie gestorben ist. Und ich habe auch eine Haarsträhne von ihr als Andenken. Wir haben auch ihren Fingerabdruck abgenommen. Davon habe ich eine Kette mit ihrem Abdruck drauf.
Nimm dir doch erstmal eine Auszeit bis zur Beerdigung von deiner Schule und deiner Arbeit, wenn du das kannst und willst. Ich denke, da wird sicher jeder Verständnis für haben!

Ich wünsch dir alles Gute! Du schaffst das bestimmt. Deine Mutter lebt in deinem Herzen weiter!
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bunny



Anmeldedatum: 02.11.2012
Beiträge: 2
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 02.11.2012, 16:20    Titel: Mama war plötzlich weg Antworten mit Zitat

Hallo,
im Februar diesen Jahres verstarb meine Mutter ganz plötzlich ohne jede Vorwarnung.In der Nacht von Sonntag auf Montag bekam ich einen Anruf das sie nicht mehr atmet und auf der Couch liegt.Ich habe noch erste Hilfe geleistet aber es war ohnehin schon zu spät.Sie wurde nur 46 Jahre!
Kann garnicht mehr beschreiben wie es mir fast 9 Monate später geht.Es ist als ob es erst letzte Woche passiert ist und seitdem musste ich mir sehr viel von Freunden anhören die einfach keine Ahnung haben wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren.
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